Worüber könnten Jack London oder Karl May heute noch in Reiseberichten schreiben?

Worüber könnten Jack London oder Karl May heute noch in Reiseberichten schreiben? Ihre Bonusmeilen? Die beste Reiseliteratur waren immer Berichte über den Weg, nicht das Ziel. Niemand mit einem Business-Class-Ticket hat mehr Respekt vor einer Weltreise. Auf www.billigflieger.de ist Marrakesch keine romantische Vorstellung mehr vom Aufbruch in ein unbekannte Welt, sondern ein Schnäppchen fürs verlängerte Wochenende

Zum “Zeit sparen” siehe auch: Michael Ende – “Momo”

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/reise/kopfhoerer-zombies-auf-langstreckenflug-85942

Veröffentlicht von H.U. Graedener

Rheinland-pfälzischer Hesse aus dem Taunus mit baltisch-skandinavischen Vorfahren und Wildwest-Blut. Reiselustig. Film- und Serienfan, Original ohne Untertitel. Verdient seine Brötchen mit Computern. Google+, Facebook, Twitter

3 Antworten auf “Worüber könnten Jack London oder Karl May heute noch in Reiseberichten schreiben?”

  1. Sehr gut beobachtet. Allerdings ist das Reisen mit Auto und Bahn heutzutage auch nicht mehr so romantisch wir es einmal war.

    Die Reise als Bestandteil des Urlaubs sehen geht seit der Allinclusivierung komplett verloren. Außer vielleicht noch für die Wohnmobilisten, die Länder tatsächlich be-reisen. Vom Cluburlaub bleibt nach der Hektik des Rückflugs jedenfalls nicht viel übrig.

    Jetlag gab es früher auch nicht so stark wie heute, denn die Bahn oder die Kutsche bräuchte einfach viel länger um in die nächste Zeitzone zu kommen, so konnte sich der Körper viel leichter an das veränderte Licht anpassen

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  2. Das Schöne ist, dass man heute die Wahl hat, zu jeder dieser Varianten eine bewusste Entscheidung zu treffen. Niemand hindert uns, so zu reisen wie Jules Verne seinen Held in 80 Tagen um die Welt schickte. Nur offenbart sich in unserem Verhalten unser eigentliches Bedürfnis. Offenbar ist Abenteuer ein Luxus, Erholung ein Muss

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