Die Luxemburger Richter bestätigten die Ansicht des Datenschützers unter Vorbehalt.

Die Luxemburger Richter bestätigten die Ansicht des Datenschützers unter Vorbehalt. Die erhobenen Daten müssten so leicht auffindbar sein, dass man von einer Datei im Sinne der Datenschutzrichtlinie sprechen könne. Über den konkreten Fall muss das finnische Gericht noch urteilen.

https://www.nzz.ch/international/datenschutz-bei-besuchen-der-zeugen-jehovas-relevant-ld.1402315

Veröffentlicht von H.U. Graedener

Rheinland-pfälzischer Hesse aus dem Taunus mit baltisch-skandinavischen Vorfahren und Wildwest-Blut. Reiselustig. Film- und Serienfan, Original ohne Untertitel. Verdient seine Brötchen mit Computern. Google+, Facebook, Twitter

4 Antworten auf “Die Luxemburger Richter bestätigten die Ansicht des Datenschützers unter Vorbehalt.”

  1. Würde bedeuten, dass die Brüder ihre bisher persönlich verwahren Notizen nun “leicht zugänglich” (wahrscheinlich zentral) hinterlegen müssen. D.h. Nachweisbare (also schriftliche!) Zustimmung einholen, Register anlegen, Speicherfristen einhalten. usw. Möchte wissen, ob dasselbe auch von jeder Art Vertreter verlangt wird. Praktisch wird es wohl schlimmstenfalls darauf hinaus laufen, sich die wesentlichen Informationen zu merken. Es steht ja jedem Menschen frei, was er daheim in sein Tagebuch schreibt…

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  2. In erster Linie geht es in diesem Urteil nur um die Frage, wer für die Datenverarbeitung verantwortlich ist, ein einzelner Gläubiger oder die dahinterstehende Religionsgemeinschaft (In der Pressemitteilung ist die Rede von “Eine Religionsgemeinschaft wie die der Zeugen Jehovas”).

    Wenn es darauf hinausläuft, dass wir uns zukünftig im “normalen” Haus-zu-Haus-Dienst keine Notizen von personenbezogenen Daten machen dürfen, dann geben wir dem Geist und den Engeln wesentlich mehr Möglichkeiten, zu handeln. Wir beten bei jedem Treffpunkt und vor jedem Predigtdienst um Hilfe und Leitung durch Geist und Engel und betonen immer wieder, dass es Jehovas Werk ist und wir nur Werkzeuge in seiner Hand. Welcher Hammer bestimmt selbst, auf welchen Nagel er schlägt? Der Hammer führt das aus, was der Handwerker möchte – dieses Urteil gibt uns die Gelegenheit, noch besser und verstärkt zu sehen, wie Jehova uns leitet. Und es wird immer wichtiger, dass Interessierte von sich aus den Kontakt suchen, zum Beispiel über jw.org oder an den Trolleys und Ständen

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  3. H.U. Graedener so ist es. Natürlich wäre so ein Urteil ein großer Einschnitt, aber unsere Brüder in Russland würden so eine Einschränkung gern in Kauf nehmen wenn sie dafür weiterhin so frei predigen dürften wie wir. Jesus hat bei den Predigtanweisungen nichts von Notizen erwähnt, auch damals hat der Geist die Führung übernommenen obwohl Notizen sicher zu jeder Zeit hilfreich gewesen wären (von den damaligen Möglichkeiten mal abgesehen).

    Das Hinterherlaufen, wie es sich heute teilweise eingebürgert hat, ist vielleicht sowieso nicht ganz im Sinne der Methode biblischer Propheten bzw. der ersten Christen. Die Verantwortung lag damals (und liegt auch heute noch in Ballungszentren) nach dem Erstkontakt zum Teil beim Wohnungsinhaber bzw. den Engeln.

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